7. Deutscher Bergmannstag Aalen Drucken

Vom 14. bis 16. Juni 1991 trafen sich im schwäbischen Aalen Teilnehmer aus Deutschland sowie Gäste aus Holland, Österreich, Frankreich, Belgien und Ungarn zum 7. Deutschen Bergmannstag. Der Veranstalter, der Bund deutscher Bergmanns-, Hütten- und Bergvereine, hatte die Stadt Aalen ausgewählt, um die Jahrhunderte währende Tradition des Erzbergbaues zu würdigen. Obwohl der Bergbau hier bereits 1948 eingestellt wurde und heute andere Industriezweige hier dominiert, pflegen zahlreiche Vereine die bergmännischen Traditionen.


Den Festakt zum 25-jährigen Bestehen der bundesdeutschen Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine und den anschließenden bergmännischen Festabend erlebten 3000 Gäste. Das abwechslungsreiche Programm erhielt sächsisches Kolorit durch die Darbietungen des Erzgebirgsensembles Aue und die Historische Freiberger Hüttenknappschaft. Die Darbietung des Erzgebirgsensembles Aue "Alles kommt vom Bergwerk her" übernahm das Süddeutsche Fernsehen. Viele tausend Zuschauer säumten am Sonntag Nachmittag den eindrucksvollen Festzug der über 3000 Bergleute, darunter über 600 aus den neuen Bundesländern in ihren malerischen Trachten und mit zahlreichen Musikkapellen, Spielmannszügen und Fahnen. Immer wieder ertönte das alte Bergmannslied " Glück auf, der Steiger kommt!". Der Glanz der Veranstaltungen wurde überschattet von einer Kampfaktion der Bergleute, die um die weitere Existenz des deutschen Kohlebergbaus kämpften und damit um ihren Arbeitsplatz bangen.

 

von Karl-Heinz Ebert