Bergakademist Drucken

Bergakademisten auf der Reichen Zeche zum T...
Autor : Ines Aderhold
Als Bergakademisten wurden die Studenten der Bergakademie Freiberg, die 1764 gegründet wurde, bezeichnet. Die Paradeuniform mußten die Bergakademisten tragen, die mit einem Stipendium ihrer Grube in Freiberg studierten. Ausländern und Studenten, die auf eigene Kosten an der Bergakademie immatrikuliert waren, mußten sich den Uniformbestimmungen nicht unterordnen. Mit der Aufhebung des Uniformzwanges setzte es sich an der Bergakademie durch, das viele Studenten den schwarzen Schachtkittel zur schwarzen Hose bei großen Veranstaltungen trugen. Heute wird diese Kleidung auch von den Professoren der Technischen Universität Bergakademie Freiberg getragen.


Uniform nach Vorschrift von 1768

  • Schwarzer Hut in Form des Schachthutes. Im Unterschied zu den Arbeitern im Berg- und Hüttenwesen umläuft den Hut oben und unten eine goldene Borde, oben in Form der meißnischen, fünfgeteilten Mauerkrone. Vorn am Hut ist Schlägel und Eisen in Gold angebracht, die sächsische Kokarde an der rechten Seite des Hutes. Über der Kokarde befindet sich eine gelb/schwarze Feder, die sehr locker angeordnet ist. Auf dem Kopf, unter dem Hut wird das weiße Schweißtuch, in Form einer schmalen Kapuze, getragen.
  • Einer unserer 'ewigen' Studenten, Herbert K...
    Autor : René Jungnickel
    Schwarze Schachtjacke mit rotem, rundem Kragen, der auf der Schulter und auf dem Rücken liegt. Ärmelaufschläge aus rotem Stoff (Revierfarbe für das Freiberger Bergamt). Die Jacke wird durch neun bis zwölf je einen Zoll großen, glatten, erhabenen Messingknöpfen geschlossen. Die Brustpatten, der Stehkragen und die Ärmelaufschläge sind aus samtartigem Stoff. Auf den Brustpatten befinden sich fünf, auf den Ärmelaufschlägen je vier glatte 5/8 Zoll große Knöpfe. Die Jacke wird in die Hose gezogen.
  • Weiße, lange Hosen.
  • Schwarzes Arschleder.
  • Schwarze Schnallenschuhe.
  • Als Paradegezähe wird das Steigerhäckchen getragen, dazu die Froschlampe als Geleucht.