Blaufarbenwerker Drucken
Der Blaufarbenwerker gewinnt aus dem Kobalterz das sogenannte Kobalt- oder Smalteblau.

Im Erzgebirge gab es u.a. die folgenden Blaufarbenwerke: Schneeberg, Oberschlema, Sehma, Jugel, Zschopautal und Niederpfannenstiehl. Erst im 20. Jahrhundert gehörten die Blaufarbenwerke zu Freiberg, d.h. zur Hütte Muldenhütten. Die Blaufarbenwerker wurden aber trotzdem mit in die Paradeordnung eingebaut, weil 1986 zum ersten Aufmarsch das ehemalige Blaufarbenwerk Niederpfannenstiehl seinen 350. Gründungstag feierte und damals als Nickelhütte Aue zum Bergbau- und Hüttenkombinat gehörte.

Uniform nach Vorschrift von 1768

  • Schwarzer Hut in Form des Schachthutes, vorn die sächsische Kokarde. Unter dem Hut wird das weiße Schweißtuch, in Form einer Kapuze, getragen.
  • Weißes Schmelzerhemd mit schwarzem, gezacktem, rundem Kragen, der auf der Schulter und auf dem Rücken liegt. Stehkragen und Ärmelaufschläge aus blauem Stoff (blau als Revierfarbe für das Blaufarbenwerk). Die Jacke wird durch neun bis zwölf je einen Zoll großen, glatten, erhabenen Silberknöpfen geschlossen. Die Brustpatten, der Stehkragen und die Ärmelaufschläge sind aus samtartigem Stoff. Auf den Brustpatten befinden sich fünf, auf den Ärmelaufschlägen je vier glatte 5/8 Zoll große Knöpfe. Knopfanordnung und Brustpatten wie bei der Häuerjacke. Die Jacke wird nicht in die Hose gezogen und reicht bis knapp über den Hintern. Sie wurde früher knielang getragen.
  • Weiße, lange Hosen.
  • Blaue Stoffschürze.
  • Schwarze Schnallenschuhe.
  • Als Paradegezähe wird der Löffel getragen, dazu die Froschlampe als Geleucht.