Schwefelhüttenarbeiter Drucken
Die Aufgabe der Schwefelhüttenarbeiter in den Freiberger Hütten war es, den bei der Erzverhüttung anfallenden Schwefel zu gewinnen und weiter zu verarbeiten. "Schwefel setzt sich beim Rösten sulfidischer Erze in elementarer Form im Rauchfang ab, wurde umgeschmolzen und kam vorwiegend als ´Stangenschwefel´ in den Handel."

Uniform nach Vorschrift von 1768

  • Schwarzer Hut in Form des Schachthutes, vorn die sächsische Kokarde. Unter dem Hut wird das weiße Schweißtuch, in Form einer Kapuze, getragen.
  • Weißes Schmelzerhemd mit schwarzem, rundem, gezacktem Schalkragen, der auf der Schulter und auf dem Rücken liegt. Stehkragen und Ärmelaufschläge aus orangerotem Stoff (orange als Revierfarbe für das Freiberger Oberhüttenamt). Die Jacke wird durch neun bis zwölf je einen Zoll großen, glatten, erhabenen Messingknöpfen geschlossen. Die Brustpatten, der Stehkragen und die Ärmelaufschläge sind aus samtartigem Stoff. Auf den Brustpatten befinden sich fünf, auf den Ärmelaufschlägen je vier glatte 5/8 Zoll große Knöpfe. Knopfanordnung und Brustpatten wie bei der Häuerjacke. Die Jacke wird nicht in die Hose gezogen und reicht bis knapp über den Hintern. Sie wurde früher knielang getragen.
  • Weiße, lange Hosen.
  • Gelbe Stoffschürze.
  • Schwarze Schnallenschuhe.
  • Als Paradegezähe werden Stecheisen, Forkel oder Glätthaken getragen, dazu die Froschlampe als Geleucht.