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23. bis 25.05.2019 - Freiberger Delegation zu den Walbryzcher Tagen Drucken

Freiberger Delegation zu den Walbryzcher Tagen

anlässlich des Jubiläums
„20 Jahre Städtepartnerschaft Walbrzych – Freiberg“

Aus Anlass der Walbrzycher Tage zum Jubiläum „20 Jahre Städtepartnerschaft
Walbrzych – Freiberg“ reiste eine Delegation aus Freiberg in die Großstadt
Walbrzych. Die Stadt gehört zur polnischen Wojewodschaft Niederschlesien und
bildete bis zur Mitte der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts das Zentrum des
niederschlesischen Steinkohlenreviers.
Den Kern der Delegation bildete der Chor der Historischen Freiberger Berg- und
Hüttenknappschaft. Dabei waren auch einige Bergkameraden der HFBHK und
Vertreter der Stadtverwaltung Freiberg.
Von allen Partnerstädten Freibergs wie z.B. Amberg, Delft oder Gentilly u.a. ist die
mit Walbrzych eine der engsten und von vielen Aktivitäten geprägte Partnerschaft.
Das mag u.a. daran liegen, daß die Bergbauvergangenheit (Erz- bzw,
Steinkohlenbergbau) beider Städte und die damit verbundenen Traditionen
bestimmende Elemente darstellen. So sind die Waldenburger Bergleute des dortigen
Traditionsvereins jährlich zum Bergstadtfest zu Gast und beteiligen sich an der
Grossen Berg- und Hüttenparade. Die HFBHK wiederum ist jährlicher Gast zum
Barbaratag (04. Dezember) in Walbrzych.
Das Programm begann am Freitag (24.05.) mit der Teilnahme an der Weihe des
sanierten Denkmals für Dr. Paul Ritter, einer verdienstvollen Persönlichkeit des
Waldenburger Steinkohlenbergbaus. Wir umrahmten zusammen mit dem Chor des
Deutschen Freundeskreises Walbrzych die feierliche Stunde mit Bergmannsliedern.
Der Leiter unseres Chores, Bergliedermeister Andreas Schwinger, überbrachte
Grussworte der Partnerstadt Freiberg.
Am Nachmittag fand in einer grossen Halle der ALTEN GRUBE – ein technisches
Denkmal wie etwa unsere Reiche Zeche – eine festliche Stadtratssitzung statt. Auch
dafür hatte der HFBHK-Chor ein Programm mit Bergmanns- und Volksliedern
vorbereitet. Ganz besonderen Beifall rief das Lied „Der Bergmannsstand sei hoch
geehret“ hervor, denn es ist die polnische Bergmannshymne, gewissermassen das
Steigerlied der polnischen Bergleute. Auf unseren Beitrag folgte der Chor „Millenium“
aus Walbrzych mit einem beeindruckendem Programm. Er wird im September zur
Veranstaltung „Macht Musik“ in Freiberg seine Visitenkarte abgeben.
Im Mittelpunkt der festlichen Stadtratssitzung stand die Würdigung der 20jährigen
Partnerschaft mit Freiberg. Es sprachen dazu der Stadtpräsident von Walbrzych,
Roman Szeleme, und der Vertreter des Oberbürgermeisters von Freiberg, Jörg
Woidniak. Um die Städtepartnerschaft zu bekräftigen wurde von beiden ein neuer
gemeinsamer Arbeitsplan unterzeichnet.
Es folgte dann noch ein ganz besonderer Höhepunkt: Frau Renate Schönborn,
engagiert in der Städtepartnerschaft von Anfang an, wurde mit der
Ehrenbürgerwürde der Stadt Walbrzych ausgezeichnet.
Ein gemeinsames Chorsingen vom „Millenium“-Chor und dem Chor der HFBHK
machte die Lebendigkeit der Städtepartnerschaft deutlich.
Mit dem „Sanctus“ aus der Deutschen Messe von Franz Schubert und dem
„Canticorum jubilo“ von Georg Friedrich Händel erklangen zwei besondere Werke der
klassischen Chorliteratur. Der Beifall lohnte alle Mühe…
Der gemeinsame Gesang der Europahymne „Freude schöner Götterfunken“ aus der
9. Sinfonie Ludwig van Beethovens beendete den offiziellen Teil der festlichen
Stadtratssitzung.
Doch es war noch nicht zu Ende: Eine Riesentorte mit dem Wappen von Walbrzych
fiel dem Appetit der Anwesenden „zum Opfer“. Schliesslich folgte, inszeniert von der
äusserst temperamentvollen Leiterin des „Millenium“-Chores, ein gemeinsames
spontanes Singen beider Chöre, eine weitere lebendige Demonstration der
kulturellen Seite der Städtepartnerschaft. Es herrschte einfach eine wunderbare
Stimmung…
Der Sonnabendvormittag bot denjenigen, die es noch nicht kannten, einen Besuch
des beeindruckenden Schlosses Fürstenstein, des grössten Schlosses Schlesiens.
Am Sonnabendnachmittag fand als Abschluss unseres Besuches im Empfangssaal
des Kurhauses in Bad Salzbrunn ein gemeinsames Chorkonzert des „Millenium“-
Chores und des HFBHK-Chores vor vollem Haus statt. Beide Chöre boten
Ausschnitte aus ihrem Repertoire, dabei natürlich auch das „Sanctus“ und das
„Canticorum jubilo“. Unser Lohn war der reichliche Beifall des Publikums.
Nach diesem erfolgreichen Chorkonzert trat dann die Freiberger Delegation die
Heimreise an.
Der dreitägige Aufenthalt war für alle Beteiligten ein nachhaltiges Erlebnis. Wir haben
dafür unseren polnischen Gastgebern herzlich für die erwiesene Gastfreundschaft zu
danken. Unser Dank geht auch an Bergliedermeister Andreas Schwinger für die
perfekte und nahezu „geräuschlose“ Organisation der Reise.
Bergkamerad
Dr. Eberhard Pönitz

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