15.06.2019 - Die Historische Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft beim Festzug zum Brückenfest in Oberschöna/Wegefahrt Drucken

Es waren drei heisse Tage in Oberschöna/Wegefahrt. Am heissesten war es wohl am Sonnabend ,dem 15.06. Die Gemeinde feierte die 150jährige Existenz des Viadukts, der den Ort prägt. Der Brückenbau wurde notwendig, weil für die Eisenbahntrasse Dresden – Werdau ein Lückenschluss zwischen Flöha und Freiberg erforderlich war. Im Rahmen diese Bahntrasse mussten zwei Viadukte erbaut werden: der Hetzdorfer über das Flöhatal und der von Oberschöna/Wegefahrt über das Striegistal. Für den hier in Rede stehenden Brückenbau begann 1866 die Aufmauerung. 1868 war der Bau vollendet und 1869 konnte der reguläre Bahnbetrieb aufgenommen werden. Zeitweise waren bis zu 500 Arbeitskräfte zugange. Diese Bauleute, ihre Techniker und Eisenbahningenieure beschämen die heutigen Verantwortlichen solcher Bauwerke. Es ist nur schwer vorstellbar, dass man in der Gegenwart ein solches Werk in solch kurzer Bauzeit zustande bringen könnte! Und es gibt eine ganze Reihe von aktuellen Bauvorhaben, die sich gewaltig hinter den damaligen Leistungen verstecken müssen…

Nachdem man zu Pfingsten 2019 den Hetzdorfer Viadukt feierte, war nunmehr der Oberschöna-Wegefahrter Viadukt an der Reihe. Auf Initiative des Ortsvereins wurden an den drei Tagen verschiedene Veranstaltungen vorbereitet, am Festplatz war ein grosses Festzelt aufgebaut, die gastronomische Versorgung somit sichergestellt.

Ein Höhepunkt war zweifellos der Festumzug am 15.06. von der Brücke zum Festplatz an der B173. An ihm nahm auch eine Abordnung von ca. 30 Bergkameraden und Bergkameradinnen der HFBHK teil.

Die ganze Veranstaltung hatte v.a. zu Beginn leicht chaotischen Charakter. Zunächst wurde eine Gedenktafel enthüllt. Dann gab es die unvermeidlichen Reden, zum Glück alle relativ kurz. Das geplante musikalische Programm geriet etwas durcheinander. Als der Männerchor Oberschöna-Wegefahrt - er feierte an den Festtagen auch ein Jubiläum: er wurde 95! Respekt! - sein Liedprogramm begann, erklang gleichzeitig Blasmusik…

Die Musikbegleitung zum Festzug war leider eine Fehlleistung! Unsere Bergkameraden waren nicht in der Lage im Gleichschritt zu marschieren und waren darob etwas irritiert.

Der Festzug gestaltete sich zu einem Hitzemarsch, und es war wohl jeder froh, als der Festplatz erreicht wurde..Das vom Gastgeber spendierte Bergbier und der Verpflegungsbon sorgten dann für einen versöhnlichen Abschluss.

Bergkamerad

Dr. Eberhard Pönitz

 
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