31.12.2011 - Silvesterwanderung Drucken

Zum nunmehr 19. Male lud die Fachgruppe Bergbaugeschichte der HFBHK zur traditionellen Silvesterwanderung ein; besser gesagt der spiritus rector dieser Veranstaltung, Knut Neumann, derzeitiger Chef der Stadtmarketinggesellschaft, 1. Vorsitzender der HFBHK und ehemals langjähriger Leiter der Fachgruppe Bergbaugeschichte (diese feierte übrigens im Januar 2011 ihr 30jähriges Bestehen), versammelte etwa 30 Interessierte am Schüppchenberg um sich. An diesem Ort, auf der ehemals Christiansdorfer Flur, wo der Legende nach der Urknall des Freiberger Silberbergbaus stattgefunden haben soll, begann der thematische Stadtrundgang  „Durch Freibergs Jahrhunderte“. Ein geeigneteres Thema hätte sich im unmittelbaren Vorfeld des Festjahres zur 850jährigen Wiederkehr der Besiedelung der Region schwerlich finden lassen.

Mit gewohnter Akkuratesse bei den Recherchen erläuterte Knut Neumann auf der Stadttour historische Eckpunkte der Freiberger Bergbau- und Stadtgeschichte und den Jahrhunderten zuzuordnende Gebäude.

Nach Ausführungen zur historischen Gründungsproblematik Freibergs – gestützt auf Forschungen des Stadthistorikers Uwe Richter – ging es „die Jahrhunderte entlang“.

Zunächst zum Schloß Freudenstein, Standort der ersten Burg zum Schutze des Silberreichtums (12.Jahrhundert), von dort zum heutigen Dom, ehemals Pfarrkirche Unserer lieben Frauen (13. Jahrhundert) und zur Nikolaikirche (14. Jahrhundert). Am Obermarkt waren gleich zwei Jahrhunderte (Bürgerhäuser 15./16.Jahrhundert) erwähnenswert. Die weitere Spur der Historie führte zur Petrikirche (18. Jahrhundert), zur Kreuzgasse (Wohnhaus Eduard Heuchlers (19. Jahrhundert) und zum Theaterquartier (im 20. Jahrhundert neu bebaut). Schließlich fanden wir uns nochmals auf dem Obermarkt wieder, und damit schloß sich mit einem Bauwerk des 21. Jahrhunderts, dem neugestalteten Stadtzentrum, der Kreis.

Die Teilnehmer der Silvesterwanderung dankten mit herzlichem Beifall ihrem sach-und fachkundigen „Wanderleiter“ für die etwa 80minütige Erlebnistour.

Erkenntnis: man kann noch so oft durch Freibergs Straßen und Gassen gehen, man lernt immer dazu. Mit den besten Wünschen und einem herzlichen „Glück auf!“ ging der temporäre „Wanderverein“ am Silvestertag 2011 auseinander.

Bergkamerad

Dr. Eberhard Pönitz

 
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