31.12.2012 - Ein Jubiläum im Jubiläum „850 Jahre Freiberg“: 20. Silvesterwanderung der Fachgruppe Bergbaugeschichte Drucken

Das Jubiläumsjahr unserer Bergstadt hielt für die Historische Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft eine Reihe weiterer „Jahrestage“ bereit.

So gab es am Sonnabend vor dem ersten Advent das 20. Museumskonzert des gemischten Chores der HFBHK: „Bergmanns- und Weihnachtslieder zum Advent“. Zwei Wochen später konnte die „Freiberger Weihnacht“ auf 10 Jahre erfolgreiche Aufführungen zurückblicken. Und nun fand am 31.12. die 20. Silvesterwanderung der Fachgruppe Bergbaugeschichte statt.

Im Jahre 1993 führten Mitglieder der Fachgruppe Bergbaugeschichte zum ersten Male am Silvestermorgen eine solche bergbauhistorische Wanderung durch. Entstanden war die Idee bei der 1993er Mettenschicht der Fachgruppe im „Konstantin“; nebenbei bemerkt, auch eine traditionelle Angelegenheit. Erstreckte sich der Teilnehmerkreis am Anfang auf die Mitglieder der HFBHK und die des Freiberger Altertumsvereins, so ist es seit einigen Jahren eine für alle Interressierten offene Wanderung. Die Wanderziele rekrutierten sich aus Themen des Bergbaus und des Hüttenwesens im Freiberger Revier sowie aus Bezügen zur Freiberger Stadtgeschichte.

Die „Premierentour“ hatte das Bergbaugebiet um Zug zum Ziel und stand unter der Leitung von Dr. Rolf Strienitz (leider schon zur letzten Schicht angefahren…). Geführt haben in den 20 Jahren neben dem eben Genannten, Klaus Richter, wenn es auf Bergbaustrecken ging, Klaus Mirsch (auch bereits verstorben) auf den Spuren Freiberger Gaststätten, Heidelore Pflüger hat uns Symbole des Bergbaus und Hüttenwesens an Freiberger Bürgerhäusern gezeigt und Hartmut Gierth war mit den Teilnehmern auf den Spuren Eduard Heuchlers unterwegs. In den letzten Jahren hat sich Knut Neumann, der 1. Vorsitzende der HFBHK, dieser themenbezogenen Wanderung angenommen. So auch im Festjahr „850 Jahre Freiberg“. Diesmal zum Thema „Brunnen in der Freiberger Innenstadt“.

Ausgangspunkt war der Brunnen auf dem Obermarkt, der dem Stadtgründer Otto von Wettin, besser bekannt als „Otto der Reiche“, seit 1897 ein Denkmal setzt. Vorher stand an dieser Stelle bereits seit 1629 ein Stadtbrunnen, der 1829 abgebrochen wurde. Die relativ lange Zeit, die bis zu einem Brunnenneubau verging, war wohl den klammen Stadtkassen geschuldet; auch ein sehr gegenwärtiges Problem…

Die weitere Wanderroute führte an den Sternwasserspielen auf dem Obermarkt vorbei

  • zum Klatschweiberbrunnen an der Stirnseite des Rathauses
  • zum Wasser-Wind-Spiel-Brunnen auf der Burgstrasse
  • zum Lutherbrunnen am Grünen Friedhof beim Dom St. Marien
  • zum Gerberbrunnen vor dem Eingang zur Gerberpassage am Untermarkt
  • zum Kreuzbrunnen am jetzigen (Albertpark) und am historischen (Parkhaus Tivoli) Standort
  • zur Claußgrotte und zum Rundbrunnen im Albertpark und schließlich
  • zum Fortunabrunnen am Schnittpunkt von Petersstrasse und Rinnengasse als Endpunkt der Wanderung.

Zu jeder Brunnenanlage gab es Erläuterung zum Standort, zu Zweck und Zeitpunkt der Entstehung sowie zu beteiligten Künstlern, Initiatoren und Institutionen, die in gewohnter Art und Weise gründlich recherchiert waren. Es würde den Rahmen sprengen, auf die inhaltlichen Details einzugehen. Sie waren für alle Teilnehmer interessant und auf die eine oder andere Weise durchaus neu. Wie bei allen vorausgegangenen Silvesterwanderungen wurde der Blick für eine spezielle Seite der Stadt geschärft.

Den Dank der Teilnehmer drückte der Vorsitzende des Alterumsvereins, Jürgen Bellmann, aus, indem er am Fortunabrunnen Knut Neumann für seine Mühe dankte, nicht nur auf die eben zu Ende gegangene Jubiläumswanderung bezogen, sondern generell für die gute Zusammenarbeit zwischen der HFBHK und dem Freiberger Altertumsverein.

Mit gegenseitigen Wünschen für ein gutes und gesundes 2013 ging die „temporäre Wandergemeinschaft“ auseinander.

 

Bergkamerad

Dr. Eberhard Pönitz

 

 
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