31.12.2013 - Silvesterwanderung der Fachgruppe Bergbaugeschichte Drucken

Alle Jahre wieder…, inzwischen zum 21. Male, lud die Fachgruppe Bergbaugeschichte der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft zur Silvesterwanderung ein. In etwa 50 Interessierte fanden sich am Otto-Brunnen ein. Die Rolle des sach- und fachkundigen Erzählers und Wanderleiter übernahm (wie in den vergangenen Jahren) Knut Neumann.

Freiberg hatte und hat viele Schätze zu bieten. Neben dem reichen materiellen Erbe - wie die historische Altstadt, Zeugnisse des Berg- und Hüttenwesens und vielen Kulturgütern - ist ein nicht minder reicher immaterieller Fundus verfügbar, sei es in Gestalt der berg- und hüttenmännischen Traditionen oder eben auch in Form von Legenden, Sagen und über Jahrhunderte konservierten (und sicher auch modifizierten) Geschichten aus und um unsere Heimatstadt.

Der Streifzug begann am Obermarkt, natürlich mit dem sächsischen Prinzenraub und seiner Zentralfigur Kunz von Kaufungen. In der Weingasse erfuhren die Teilnehmer eine Legende über einen zu Stein gewordenen ungehorsamen Sohn. In der Nikolaikirche gab es Interessantes zum Maria-Magdalenen-Tag und seine Verknüpfung mit dem heute noch begangenen Streittag der erzgebirgischen Bergleute zu hören. Die Nikolaikirche , einst Pfarrkirche des Handwerker- und Händlerviertels in Freiberg, war auch ein bevorzugter Gottesdienstort der Schmelzer. Ein dafür geschaffener Altaraufsatz befindet sich jetzt in der Petrikirche.

Weiter führte der Weg über den ehemaligen Kuttelhof, Freibergs mittelalterlichem Schlachthof, und der mit ihm verbundenen Geschichte vom Mönchskalb zum Schüppchenberg (Ort der ersten Silberfunde), zum ehemaligen Rathaus der Sächsstadt und schließlich an der Stadtmauer entlang zum Rundturm der Bergleute, dem Donatsturm. Da viele Teilnehmer der Silvesterwanderung Mitglieder des Freiberger Altertumsvereins sind, war ein kurzer Halt auf dem Donatsfriedhof am Grabmal des ersten Vorsitzenden dieses Vereins, Heinrich Gerlach, gewissermaßen obligatorisch. Auf der Halde der „Alten Elisabeth“ ging es dann um den Berggeist am Donat und von diesem Bergbaurelikt aus zur Meißner Gasse, wo es eine etwas blutrünstige Mär von der schönen aber unheiligen Polyxena zu hören gab. Am Gerberbrunnen zitierte Knut Neumann einige historische Sprüche über Freiberg, an der Ecke Moritzstrasse/Burgstrasse war von einem Bäckermeister die Rede, der im Zorn den Teufel rief und einen der großen Stadtbrände auslöste, ehe am Schloßplatz die Wanderung mit der Legende vom Bauerhasen und den besten Wünschen für 2014 zu Ende ging.

Bergkamerad

Dr. Eberhard Pönitz

 

 
Seite zurück

Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. To find out more about the cookies we use and how to delete them, see our privacy policy.

I accept cookies from this site.
EU Cookie Directive plugin by www.channeldigital.co.uk