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Satzung der
Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft e.V.


§ 1 - Grundsätze

1. Die Historische Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft (nachfolgend HFBHK genannt) ist ein eingetragener Verein (e. V.).

2. Der Sitz der HFBHK e.V. ist Freiberg.

3. Die HFBHK e.V. verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

4. Grundanliegen und Ziel des Vereins ist die Pflege und Bewahrung der Traditionen des Freiberger Bergbaus und des Freiberger Hüttenwesens, ihre weitere Erforschung und Publizierung sowie die Pflege berg- und hüttenmännischen Brauchtums.

5. Dazu führt die HFBHK e.V. die "Historische Freiberger Berg- und Hüttenparade" auf, arbeitet in Fachgruppen und führt Veranstaltungen durch.

6. Die HFBHK e.V. ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

7. Die HFBHK e.V. arbeitet unabhängig von Parteien und politischen Organisationen und ist offen für alle.

8. Die HFBHK e.V. ist Mitglied des Sächsischen Landesverbandes e.V. im Bund Deutscher Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V.

 

§ 2 - Mitgliedschaft

1. Die Mitgliedschaft ist freiwillig und beruht auf der Anerkennung der Satzung.

2. Mitglied können Einzelpersonen ab dem 6. Lebensjahr und Körperschaften werden.

3. Fördermitglied können Einzelpersonen, Betriebe, und Institutionen werden.

4. Der Aufnahmeantrag ist schriftlich zu stellen. Der Vorstand entscheidet mit einfacher Mehrheit.

5. Die Mitgliedschaft berechtigt zum Tragen einer historischen Bekleidung, beinhaltet aber nicht automatisch das Recht auf eine personengebundene Bekleidung.

6. Mitglieder und Fördermitglieder mit Ausnahme von Körperschaften zahlen einen jährlichen Beitrag. Die Höhe des Beitrages wird durch das Berghauptquartal für das folgende Jahr auf Vorschlag des Vorstandes festgelegt. Es entscheidet eine Zweidrittelmehrheit.

7. Fördermitglieder und langjährige Mitglieder, die aus der aktiven Mitgliedschaft in die Fördermitgliedschaft wechseln, zahlen einen Beitrag ihrer Wahl, mindestens jedoch den jeweils geltenden Jahresmitgliedsbeitrag. Über die langjährige Mitgliedschaft entscheidet der Vorstand.  

8. Fördermitglieder, Betriebe und Institutionen, die nach dem 2. März 2012 in den Verein eintreten gilt Folgendes: Sie zahlen einen Beitrag ihrer Wahl, mindestens jedoch den doppelten des jeweils geltenden Jahresmitgliedsbeitrag.

9. Die Beitragszahlung erfolgt bis zum 15. Februar des laufenden Jahres als Einmalzahlung. Das Überlassen einer Einzugsermächtigung für den Verein ist möglich. Säumige Mitglieder werden je Quartal einmal gemahnt und haben pro Mahnung 5,00 € Aufwandsentschädigung zu zahlen. Haben Vereinsmitglieder ihren Beitrag bis zum Jahresende nicht gezahlt, wird vom Vorstand zum folgenden Berghauptquartal der Ausschluss beantragt.

10. Das Berghauptquartal kann Persönlichkeiten mit besonderen Verdiensten um die HFBHK e.V. die Ehrenmitgliedschaft antragen. Die Ehrenmitgliedschaft ist beitragsfrei.

11. Die Mitgliedschaft endet mit erklärtem Austritt, durch Auflösung des Vereins oder durch Beschluss des Vorstandes mit Zweidrittelmehrheit bei Verstoß gegen die Satzung oder schwerwiegenden Gesetzesverletzungen.

 

§ 3 - Rechte und Pflichten der Mitglieder

1. Die Mitglieder und Fördermitglieder erkennen mit ihrem Beitritt die Satzung an und verpflichten sich entsprechend der Ziele der HFBHK e.V. zu wirken.

2. Alle Mitglieder haben das Recht, im Rahmen des vorhandenen Bekleidungsbestandes an Aufzügen und Paraden teilzunehmen sowie Veranstaltungen der HFBHK e.V. zu Sonderkonditionen zu besuchen. Letzteres gilt auch für Fördermitglieder.

3. Die Mitglieder verpflichten sich, sich aktiv an der Arbeit im Verein zu beteiligen, regelmäßig an den Aufzügen teilzunehmen sowie die übergebenen Bekleidungen und das Gezähe pfleglich zu behandeln.

4. Ehrungen der Mitglieder und Fördermitglieder erfolgen entsprechend der Möglichkeiten der HFBHK e.V. zu von dem Berghauptquartal mit einfacher Mehrheit festzulegenden Anlässen.

 

§ 4 - Organe des Vereins

1. Das höchste Organ des Vereins ist die Mitgliedervollversammlung. Sie wird mindestens einmal jährlich zum Berghauptquartal durch den Vorstand einberufen. Der Termin (1. Freitag im März) und die Tagesordnung werden in den Aushängen (Chemnitzer Straße und SAXONIA-FREIBERG-STIFTUNG) und auf der Homepage der HFBHK e.V. vier Wochen vor dem Termin und in den Mitteilungen der HFBHK „Knappschaftsecho“ veröffentlicht. Der Ablauf, die Beschlüsse sowie die Ergebnisse von Vorstandsneu- oder -nachwahlen sind zu protokollieren. Das Protokoll ist in der Verantwortung des Schriftführers zu erstellen und von dem Vorsitzenden, dem 1. Geschäftsführer und dem 1. Schatzmeister zu unterzeichnen.

2. Aus besonderem Anlass kann ein außerordentliches Berghauptquartal durch den Vorstand einberufen werden. Das außerordentliche Berghauptquartal ist einzuberufen, wenn es von mindestens 20 % der Mitglieder und Fördermitglieder verlangt wird.

3. Das Berghauptquartal ist mit ordentlicher Einladung beschlussfähig. Es beschließt mit einfacher Mehrheit mit Ausnahme von Änderungen der Satzung, der Geschäftsordnung und der Finanzierung. Hierfür ist die Zweidrittelmehrheit der Anwesenden erforderlich.

4. In dem Berghauptquartal haben die Fachgruppen eine Stimme. Das Stimmrecht der Fachgruppenmitglieder, die auch direktes Mitglied der HFBHK e.V. sind, bleibt davon unberührt.

5. Das Berghauptquartal wählt die Mitglieder des Vorstandes für die Dauer von vier Jahren in direkter und offener Wahl und bestätigt die Beisitzer, die in ihren Fachgruppen bzw. im Landesverband gewählt werden. Stellen sich mehrere Kandidaten für eine Funktion im Vorstand zur Wahl, ist diese in geheimer Wahl durchzuführen. Der Vorsitzende wird einzeln gewählt. Alle anderen Mitglieder werden im Block gewählt. In einer konstituierenden Sitzung des Vorstandes erfolgt die Zuordnung der Funktionen des Vorstandes. Die Verteilung der Funktionen ist dem Berghauptquartal bekannt zu geben.

6. Der Vorstand vertritt die HFBHK e.V. zwischen den Berghauptquartalen. Er ist zu rechtskräftigen Geschäften ermächtigt, soweit sie nicht das Bestehen des Vereins in Frage stellen. Der Vorstand ist dem Berghauptquartal rechenschaftspflichtig. Er bleibt bis zur Neu- oder Wiederwahl im Amt. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch zwei Vorstandsmitglieder vertreten.

7. Im Vorstand der HFBHK e.V. werden folgende Funktionen besetzt:
                      Vorsitzender
                      1. Schatzmeister (Regreßschreiber)
                      2. Schatzmeister
                      1. Geschäftsführer
                      2. Geschäftsführer
                      Schriftführer
    Sie sind die Vorstandsmitglieder.

8. Der Vorstand tritt regelmäßig und auf Vorschlag des Vorsitzenden zusammen. Außerordentliche Vorstandssitzungen sind einzuberufen, wenn sie von mindestens drei Vorstandsmitgliedern verlangt werden.

9. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens 2/3 der Vorstandsmitglieder anwesend sind. Er entscheidet mit einfacher Mehrheit mit Ausnahme des Mitgliederausschlusses. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Vorstandsmitglieder, die gleichzeitig Beisitzer einer Fachgruppe sind, haben nur eine Stimme.

10. Beratende Mitglieder des Vorstandes sind die folgenden Beisitzer:
Beisitzer Vertreter im Landesverband Sachsen
Beisitzer Clubrat
Beisitzer Kleiderkammer
Beisitzer Fachgruppe Bergbaugeschichte
Beisitzer Fachgruppe Hüttengeschichte
Beisitzer Fachgruppe Frauen
Beisitzer Fachgruppe Chor
Beisitzer Fachgruppe Kinder und Jugend
Beisitzer Fachgruppe Chronik
Sie haben kein Stimmrecht.

11. In Belange der Fachgruppenarbeit eingreifende Beschlüsse erfordern stets die Zustimmung des jeweiligen Fachgruppenbeisitzers.

12. Inhalte der Vorstandssitzungen und der Mitgliedervollversammlungen sind durch Niederschriften aktenkundig zu machen. Das Protokoll wird vom Schriftführer geführt und von der jeweils folgenden Vorstandssitzung bestätigt.

13. Geschäftsverteilung und Vollmachten innerhalb des Vorstandes sowie die Finanz- und Kassenordnung werden in einer Geschäftsordnung festgelegt, die vom Vorstand aufgestellt wird und die in der Knappenstube eingesehen werden kann.

14. Die Einhaltungen dieser Regelungen überwacht ein von dem Berghauptquartal zu wählender Kontrollausschuss. Mitglieder des Vorstandes dürfen nicht Mitglied des Kontrollausschusses sein.

15. Der Kontrollausschuss besteht aus einem Vorsitzenden und zwei Mitgliedern. Kontrollen dürfen nur von mindestens zwei Mitgliedern des Ausschusses durchgeführt werden.

16. Der Kontrollausschuss berichtet dem Berghauptquartal über durchgeführte Kontrollen zur Einhaltung der Geschäftsordnung und bestätigt den Jahreskassenabschluss.

 

§ 5 - Finanzierung

1. Die HFBHK e.V. finanziert sich aus Mitgliederbeiträgen, Beiträgen der Fördermitglieder, Sponsorenbeiträgen, kommunalen und staatlichen Zuschüssen, Fördermitteln sowie Einnahmen aus öffentlichen Auftritten.

2. Die Mittel werden verwendet zur Gestaltung des Vereinslebens, zur Unterhaltung der Bekleidung und des Gezähes sowie der Finanzierung der Geschäftstätigkeit.

3. Der Mitteleinsatz ist in einem jährlich zu erstellenden Finanzplan darzustellen. Dieser ist vom Vorstand zu bestätigen.

4. Die Arbeit für den Verein, auch des Vorstandes, ist ehrenamtlich. Es erfolgt keinen Vergütung. Im Zusammenhang mit der Erledigung von Aufträgen werden Auslagen gegen Vorlage von Quittungen erstattet. Die Aufträge sind durch den Vorstand zu erteilen und vorab zu bestätigen.

5. Es darf keine Person durch Auslagen, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Ausgaben begünstigt werden.


§ 6 - Auflösung des Vereins

1. Die Auflösung der HFBHK e.V. kann von dem Berghauptquartal mit Zweidrittelmehrheit beschlossen werden.

2. Bei Auflösung des Vereins fällt das Vermögen nach Deckung noch bestehender Forderungen der Stadt Freiberg zu mit der Maßgabe, es für die Denkmalspflege an Anlagen des Bergbaus und des Hüttenwesens einzusetzen.

§ 7
Schlussbestimmungen

Die Satzung wurde vom Berghauptquartal am 4. März 2016 angenommen und in Kraft gesetzt. Damit tritt die Satzung vom 2. März 2012 außer Kraft.


Freiberg, am 4. März 2016